Einen Super-Useraccount müsste man haben...Der Betrugsvorwurf gegen Absolute Poker erhärtet sich
Der Online-Poker-Plattform Absolute Poker wird
Betrug vorgeworfen. Dem Poker-Anbieter wird der Vorwurf gemacht, dass
es auf Plattform zu Sicherheitslücken gekommen sei. Weiterhin heißt es,
dass eine oder mehrere Personen, die direkt in den Betrugsfall
verwickelt sind, eine direkte Verbindung zu Absolute Poker haben. Von
Seiten des Unternehmens wird dies aber bestritten, es sei lediglich
eine Sicherheitslücke im System ausgenutzt worden.
Vor
einigen Tagen beobachtete ein Spieler im Rahmen eines Pokerturniers auf
Absolute Poker eine Ungereimtheit und verlangte vom Casino nachträglich
die Herausgabe der Spielaufzeichnung. Ein Mitarbeiter sendete ihm
daraufhin eine Datei, welche neben der gesamten Handhistorie des
Turniers auch alle IP-Adressen und E-Mailadressen sowohl der Spieler
als auch der Zuschauer enthielt. Bei der genauen Untersuchung dieser
Datei wurde festgestellt, dass ein Zuschauer mit der Useraccountnummer
363 fast während des gesamten Turniers am Tisch des späteren Gewinners
"potripper" gesessen hatte. Anhand der Dokumentation konnte eindeutig
nachgewiesen werden, dass sich das Spielverhalten von "potripper" in
jenen Situationen des Spiels, wo er wechseln musste und nicht mehr mit
dem Account 363 am selben Tisch saß, schlagartig verändert hatte. Er
spielte keine Hand mehr und wurde immer erst dann aktiv, wenn sein
Buddy wieder mit am Tisch saß. Seine Aktionen waren dann allesamt
dubios. So callte er z. B. mit Ten-High ein All-in seines Gegners!
Da bei Absolute Poker die Accountnummern chronologisch vergeben werden, ist die Nummer 363 ungewöhnlich niedrig. Hinter dem User 363 vermutete man deshalb einen Account, der noch in der Beta-Testphase der Online-Plattform eingerichtet worden war. Die damals für Mitarbeiter zu Testzwecken generierten Super-User-Accounts könnten in der Lage sein, verdeckte Karten im Spiel einzusehen. Tatsächlich konnte auch durch die in der Spieldokumentation erfassten IP-Adressen festgestellt werden, dass der Account 363 dem ehemaligen Präsidenten und Teilhaber von Absolute Poker Scott Tom gehört. Der User "potripper" ist auf AJ Green registriert, ebenfalls ein ehemaliger leitender Angestellter bei AP und ein guter Freund von Scott Tom. Wenn man die Hole-Cards der Gegner vor sich hat, spielt es sich doch direkt mal eine ganze Ecke entspannter …
Die ganze Angelegenheit stinkt wirklich zum Himmel. Wenn die Vorwürfe stimmen, so ist das ganze eine ausgemachte Sauerei, vor allem den ganzen ehrlichen Spielern gegenüber, die brav wie die Opferlämmer ihr Geld einbezahlen. Verdienen die Online Pokerräume nicht so schon genug? Muss man sich dann noch zusätzlich bereichern? Naja auch hier war die Deviese wie so oft: Gier frisst Hirn…
